Lukas Podolski hat keine Angst vor dem Karriereende.
Im Gegenteil: Der ehemalige Weltmeister ist alles andere als unglücklich darüber, dass seine Laufbahn als Profi in absehbarer Zeit zu Ende ist.
Angesprochen auf diverse Regel-Änderungen und Reformen im Weltfußball sagte der frühere Nationalspieler im kicker: „Da bin ich froh, dass ich bald aufhöre und die schönen Zeiten mit dem Fußball in seiner alten Form miterlebt habe.“
Dabei ging es Podolski nicht nur um angedachte Pläne zu einer alle zwei Jahre ausgetragenen WM (“Ich sehe auch nicht den Sinn dahinter. Da geht es nur um noch mehr Geld.“) – sondern auch und vor allem um den Videobeweis.
Dieser störe ihn besonders: „Der macht den Fußball kaputt. Der nimmt die Intensität aus den Zweikämpfen heraus. Es gibt keine Fouls mehr, keine Grätschen, da wird sich nur noch entschuldigt – das ist ein Drama.“
Podolski nach Corona-Pause geschwächt
Der Einsatz eines Videoschiedsrichters bei strittigen Elfmeterentscheidungen findet „Prinz Poldi“ zwar noch okay, darüber hinaus sei er aber wenig zielführend. „Und es wird ja weiter diskutiert. Das ist nicht weniger geworden durch den VAR.“
Derzeit steht Podolski bei Gornik Zabrze in Polen unter Vertrag. Richtig in Tritt gekommen ist er noch nicht, was vor allem mit einer Corona-Infektion im August liegt.
„Es ist alles wieder gut, ich bin auch wieder im Training. Durch die Quarantäne zu Hause bist du aber geschwächt. Ich konnte da relativ wenig trainieren. Deshalb werde ich erst nach der nächsten Länderspielpause wieder bei 100 Prozent sein“, erklärte der 36-Jährige.