Lothar Matthäus hat mit Lucas Hernández abgerechnet. Der deutsche Rekordnationalspieler bezeichnete den Franzosen nach dessen Abschied vom FC Bayern als „Paradebeispiel für fehlenden Charakter.“

In der Sport Bild wetterte Matthäus weiter: „Hernández hat keine Dankbarkeit gezeigt, keinen Charakter. Hätte er dem FC Bayern dienen wollen, dann hätte nach den vergangenen vier Jahren mit all den Problemen auf und neben dem Platz – auch privat stand der FC Bayern zu ihm – voller Demut einen neuen Vertrag unterschreiben müssen.“

Matthäus zu Hernández: „Briefmarke auf den Hintern …“

Hernández hatte sich nach vier Jahren in München verabschiedet, obwohl der FCB gerne mit ihm verlängert hätte. Für eine Ablösesumme in Höhe von 45 Millionen Euro wechselte er jüngst zu Paris Saint-Germain.

Die Entscheidung des Ex-Weltmeisters hatte Fans und auch Ex-Spieler verärgert. Hernández selbst ließ derweil jüngst wissen, dass es für seinen Wechsel nicht nur sportliche Gründe gehabt habe.

Matthäus‘ Fazit zu dem Innenverteidiger: „Ich habe schon vor mehreren Monaten gesagt: Wenn für Hernández ein Angebot kommt, dann gilt für mich der alte Spruch von Reiner Calmund: ‚Briefmarke auf den Hintern und weg mit ihm.‘“

Mit Min-jae Kim habe der FCB einen guten Ersatz gefunden: „Kim ist ein Abwehrspieler, der dazwischenhaut. Er wurde zum besten Verteidiger der Serie A gewählt, also in einer Liga, in der die Defensive sehr dominant ist. Kim zeigt seine Klasse, ist präsent bei Zweikämpfen, Kopfbällen und hat eine gute Geschwindigkeit. Zudem ist er selten verletzt.“