Erst der Rückschlag im Meisterschaftsrennen, nun auch noch der Fehlstart in der K.o.-Phase der Königsklasse. Der FC Bayern musste zwei harte Niederlagen hintereinander einstecken. Doch nach dem 0:1 gegen Lazio Rom im Achtelfinale der Champions League zeigte sich Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen kämpferisch – und zitierte zwei Bayern-Legenden.
„Wir haben uns das heute sicherlich ein bisschen anders vorgestellt. Deutlich fröhlicher. Aber das sind Tage, mit denen man auch lernen muss, umzugehen“, erklärte der 56-Jährige auf der Bankett-Rede der Münchner, in der er sich mit der Leistung in der ersten Halbzeit zufrieden zeigte. „Wenn man das Spiel im Nachhinein betrachtet, dann haben wir in der ersten Halbzeit sicherlich engagierter begonnen. Wie es Thomas Müller in einem Interview gesagt hat, haben wir eine gewisse Reaktion nach unserem schwierigen Spiel in Leverkusen gezeigt. Aber dann haben uns die Römer den Schneid abgekauft – und daran gibt es auch nichts schönzureden.“
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Doch Dreesen gab sich kämpferisch und optimistisch, auch wegen der Worte zweier Bayern-Ikonen. „Wenn ich mich an zwei Kollegen erinnere, mit denen ich viele solcher Reisen beging, aber nur selten solche Ergebnisse verdauen musste – nämlich Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß – dann haben die immer bei einem 0:1 auswärts gesagt: ‚Das ist ein Ergebnis, mit dem kann man leben. Das kannst du zu Hause noch gewinnen‘“, zitierte Dreesen die beiden ehemaligen Bayern-Bosse, deren Meinungen ihn nach der Hinspiel-Pleite positiv stimmten.
Nach Rassismus im Netz: Dreesen stärkt Upamecano den Rücken
„Und genau das ist die Botschaft, die wir heute mitnehmen müssen, dass die Mannschaft diese Qualität hat. Keiner will ja absichtlich verlieren“, so Dreesen weiter. „Aber heute ist die Enttäuschung groß und damit müssen wir umgehen.“
Des Weiteren machte sich der Münchner Vorstandsvorsitzender für Dayot Upamecano stark, der nach seinem verschuldeten Elfmeter und der Roten Karte Opfer von rassistischen Beleidigungen in den sozialen Medien wurde.
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„Das kann man so geben, vielleicht muss man es so nicht geben“, sagte Dreesen über das Foul und die Entscheidung des Schiedsrichters, ärgerte sich aber vor allem über den Rassismus im Netz. „Aber was mich ganz besonders gestört hat bei dieser Gelegenheit: Anschließend diese ekelhaften Kommentare auf Social Media.“
„Da kann ich nur sagen: Das ist verabscheuungswürdig und dieser Art von rassistischem Mob, das ist nicht unsere Welt und nicht der FC Bayern“, fuhr der 56-Jährige fort. „Das ist etwas, was wir uns nicht gefallen lassen, deswegen möchte ich Sie um einen Applaus für unseren Upamecano bitten.“
Anschließend brandete lautstarker Beifall für den Bayern-Verteidiger auf.