HSV, Nürnberg, Bremen, Frankfurt, Stuttgart, Bayern, Wolfsburg, Schalke und Hertha BSC: Wird die lange Liste an Bundesliga-Stationen von Felix Magath noch länger? Der 72-Jährige ist offenbar nicht abgeneigt, eine zweite Amtszeit beim SV Werder Bremen zu verbringen.

„Da muss ein erfahrener Mann her, der die Situation kennt“, betonte er im Interview mit RTL und sport.de.

Felix Magath bringt sich beim SV Werder ins Gespräch
Felix Magath bringt sich beim SV Werder ins GesprächFelix Magath bringt sich beim SV Werder ins Gespräch

Nach der Entlassung von Coach Horst Steffen suchen die Werderaner aktuell einen neuen Trainer. Einen wie Magath? Dieser sieht sich für den Job gerüstet. „Ich fühle mich immer noch einigermaßen fit. Nicht mehr so, wie vor 40 Jahren, aber trotzdem glaube ich, dass ich noch klar im Kopf bin. Von daher bin ich nicht abgeneigt“, brachte er sich selbst ins Spiel.

„Zumal unser Kanzler sagt, dass wir mehr arbeiten sollen. Da stelle ich mich gern zur Verfügung und sage ‚ich möchte mehr arbeiten‘“, fügte er mit einem Zwinkern hinzu.

Magath von seinen Fähigkeiten überzeugt

Magath meint es mit seiner Initiativbewerbung offenbar dennoch ernst. „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich der Meinung bin, dass ich jedem Verein in der Bundesliga helfen kann“, stellte er klar.

Magath hatte den SVW bereits in der Saison 1998/99 gecoacht und ins Pokalfinale geführt, welches dessen Nachfolger Thomas Schaaf gewann. Letztmals in der Bundesliga stand Magath für die Hertha an der Seitenlinie. Dabei fungierte er als Feuerwehrmann und sicherte über die Relegation den Klassenerhalt.

Magath versteht Steffen-Entlassung

Ähnlich ist die Situation nun in Bremen, das als 15. nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz hat. Folgerichtig zeigte Magath auch Verständnis für die Entlassung von Steffen.

„Die Tabelle lügt nicht, wie es so schön heißt. Das war früher so und ist immer noch so“, gab er zu verstehen. Selbst wenn Steffen seiner Meinung nach „ein Top-Mann“ sei und in Elversberg „hervorragende Arbeit geleistet habe“, herrsche eben „ein anderes Niveau“ in der Bundesliga.

„So einfach, wie es sich die Vereine machen, ist es nicht. Sie glauben, ein Trainer, der die Amateurmannschaft coachen kann, kann auch Bundesliga. Man sieht jetzt ganz deutlich, dass das eben nicht der Fall ist“, unterstrich er.

Laut Angaben der DeichStube ist Magath allerdings kein ernsthafter Kandidat beim SVW. Die bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß werden die Mannschaft als Interimscoaches betreuen. Grundsätzlich soll jedoch ein neuer Coach installiert werden.