Vier deutsche Staffeln um das 4×100-m-Team mit Deniz Almas (Wolfsburg) kämpfen am Wochenende bei den World Relays in Polen um ein Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August). Die Staffeln über 4×100 m der Männer sowie über 4×400 m der Männer, Frauen und im Mixed benötigen dafür in Chorzow einen Platz unter den besten Acht.

Aber: Sollten sich Nationen aus den Top Acht der World Relays bereits über die WM 2019 für Tokio qualifiziert haben, werden die restlichen Startplätze erst später in der Saison mit den nicht qualifizierten Nationen aufgefüllt, die bis zum 29. Juni die schnellsten Zeiten erreicht haben. Die 4×100-m-Staffel der Frauen ist nach Platz fünf von Doha bereits für Olympia gesetzt und verzichtet auf einen Start am Wochenende. Insgesamt sind sechs deutsche Teams in Polen im Einsatz.

Wegen der Coronavirus-Pandemie verzichten die Stars aus den USA und Jamaika auf einen Start, auch Länder wie Kanada, Australien oder Indien, das besonders hart von COVID-19 geplagt wird, sind wegen der Reiserestriktionen nicht dabei. „Das dürfte es für uns etwas einfacher machen“, sagte Ronald Stein, für die Staffeln zuständiger Bundestrainer: „Andererseits wird es dann, wenn es in Polen nicht klappt, über die Zeit umso schwieriger.“